Friday, 1. august 2008 5 01 /08 /Aug. /2008 15:59
- von ChrHigh - veröffentlicht in: Musik
Emil Bulls – The Black Path
Emil Bulls – The Black Path

Mir ist gerade aufgefallen, dass wir auf unserm schönen Blog zu so ziemlich jedem Thema einen Bericht haben, und doch fehlt es uns ein wenig an Musik. Um diesem kleinen Mangel Abhilfe zu leisten widme ich mich zu Beginn mal einem wunderbaren Stück Metal aus deutschen Landen: The Black Path von den Emil Bulls. Die Emil Bulls dürften einigen Wenigen, von denen, die sich nicht im Kreise der eingefleischten Fans befinden (zu denen ich mich selbst durchaus zähle), noch ein Begriff sein durch ihre kurze MTV-Präsenz mit ihrem durchaus gelungenem Cover des A-ha Hits „Take on me“.

Allen denjenigen, die sich überhaupt nichts unter dieser Band vorstellen können, sei gesagt, dass es sich um eine Münchner Crossover-Band handelt, die zu ihrer MTV-Zeit mit ihren Alben “Angel Delivery Service“ und „Porcleain“ oft mit dem zu dieser Zeit sehr populären Nu-Metal (Limp Bizkit, Papa Roach,...) in Verbindung gebracht wurde. Ihre Musik wechselt zwischen sehr harten und langsamen, ruhigen Parts, wobei Sänger Christoph von Freydorf meistens einen sehr melodischen Gesang praktiziert.

Bei ihrem neusten Werk „The Black Path“, dem ich mich nun widmen werde, hauen die Bulls mal so richtig auf die Kacke. Ich muss zugeben, dass sie mich damit durchaus überrascht haben, denn mit dieser CD wagen sie einen Schritt, der deutlich in Richtung Hardcore geht, bleiben sich aber, was Gesang und Melodie angeht weitgehend treu, auch wenn von Freydorf sich zeitweise die Kehle aus dem Leib zu schreien scheint um kurz darauf wieder einen Ohrwurm in unseren Gehörgängen zu platzieren.

Den Anfang des Albums macht „The Black Path“ ein Intro, mit dem die Band versucht durch düstere Gitarrengeräusche den Hörer in die richtige Stimmung zu versetzen, um ihm dann mit „To end all wars“ einen sprichwörtlichen Tritt in den Allerwertesten zu versetzen. In diesen gut zweineinhalb Minuten schaffen es die Bulls gleich klar zu machen auf welcher Schiene sie dieses Album fahren werden. Hardcorstrophen wechseln sich mit bullstypischen, melodisch eingängigen Refrains ab. „The most evil spell“ legt sogar nochmal einen Zahn zu und wirkt auch allgemein etwas stärker und ist wohl auch deshalb zur ersten Single gewählt worden. Die nächsten drei Songs lassen Sänger von Freydorf eine kurze Verschnaufspause, der sich hier nur noch Zeitweise seinen Schreikünsten widmet, was nicht gegen die Qualität der Lieder spricht, denn die Band produziert hier einen Ohrwurm nach dem anderen und lässt keinesfalls locker und liefert Bandarbeit vom feinsten ab. „Nothingness“ schließt sich an die beiden ersten Tracks an und präsentiert sich wieder in bester Hardcoremanier. In „Colapsed Memorials“ bekommen wir etwas ganz seltenes zu hören, nämlich ein Emil Bulls Gitarrensolo, das sich gut in das starke Lied einfügt, das von tragenden Strophen und knackigen, instrumentalen Refrains geprägt ist. „Close to the wind“ bietet sich quasi als Single an. Es ist der wohl eingängigste Track, ohne große Rhythmusexperimente und Schreiorgien und einem unfassbar starkem Refrain, der einem noch die nächsten Tage im Ohr hängen bleiben wird. „Worlds apart“ bietet wieder den perfekten Mix aus Ultraharter Hardcorestrophe und melodisch eingängigem Refrain. „Pure Anger“ hällt was der Titel verspricht: Megadicke Gitarrenriffs und die reine Wut ist dem Gesang anzuhören. Doch lassen sich es die Bulls auch diesmal nicht nehmen einen melodischen Refrain zu produzieren. Die zwei nächten Songs lassens nochmal ordentlich krachen bevor mit „Glad to be with you again“ der perfekte Abschluss gefunden wird, das zwar das wohl sanfteste Lied auf dem Longplayer ist aber sich als so wunderbar eingängig herausstellt, dass es den Hörer quasi dazu zwingt die CD nochmal von vorne zu hören.

Fazit: Das Ding rockt wie Drecksau, ich weiß es gar nicht anders zu beschreiben. Da ist einfach kein Lückenfüller drin, denn jedes Lied hat einfach etwas. Wenn die Deftones es nicht mehr schaffen ihren „Eros“ in diesem Jahr auf die Welt loszulassen, wird „The Black Path“ mit Sicherheit mein Album des Jahres.

Für alle die Appetit auf die meiner Meinung nach beste Band Deutschlands bekommen haben, empfehle ich ihre myspace Seite, auf der es ihr komplettes Hamburgkonzert zu sehen gibt. Oder geht einfach selbst auf eines ihrer Konzerte, wie ich es am 16. August in Kaiserslautern tun werde.

Tracklist:

1. The Black Path
2. To End All Wars
3. The Most Evil Spell
4. All In Tune With The Universe
5. Pledge Allegiance To The Damned (The Unseen One)
6. Wolfsstunde
7. Nothingness 
8. Collapsed Memorials
9. Close To The Wind
10. Worlds Apart
11. Pure Anger (The Hex)
12. 10050 
13. Cigarette Scars
14. Glad To Be With You Again

Als kleinen weiteren Leckerbissen hier noch das Video
:
Emil Bulls - The most evil spell:

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Dies & Das

In welchem Land deiner Weltreise warst Du noch nicht? Äthiopien, Ghana

Was war das letzte, was du dir in einem Online Shop gekauft hast? Gute Frage.. ich glaube es waren je 1 Paar SPM Stiefel und Gabor Stiefel von Reiterstiefel.de für meine Frau. (Sie ist ein großer Stiefel Liebhaber.. wobei ich diese Reiterstiefel auch ganz gut finde)

Hast du eine Familie? Nein, derzeit nur eine Partnerin aber keine Kinder. Sonst wären die Weltreisen wohl kaum möglich..

 
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