Mittwoch, 3. september 2008
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12:11
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von mumie99
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veröffentlicht in: Sport allgemein
Die Faszination für den Radsport hab ich ja noch nie wirklich verstanden. Okay Tour de France lief früher
auch bei mir im Hintergrund über den TV-Bildschirm – aber mehr nicht.
Kein aufmerksames Verfolgen der Rennen im TV und schon gar keine Reise zu irgendeiner Etappe kam mir in den Sinn.
Genau genommen hat sich das gestern ein wenig geändert. Die Deutschland-Tour
hat die Pfalz erreicht und auf der gestrigen, 174km langen, Etappe von Wiesloch nach Mainz lag auch Hettenleidelheim auf dem Wege.
Wie ich erfahren habe, kann man sich als Gemeinde auch nicht gegen die Deutschland-Tour wehren, wenn die auf den Straßen fahren wollen geht das relativ unproblematisch.
Unproblematisch heißt für einen 3000 Seelenort dann ein Feuerwehrgroßeinsatz und eine Sicherung von 22 Kreuzungen und Bereitschaft für mehrere Stunden. Selbstverständlich müssen zuvor auch noch
die betroffenen Straßen von parkenden Autos befreit werden…
Für was die ganze
Aktion? 192 Affen düsen dann in wenigen Sekunden auf ihren Drahteseln mit großer Geschwindigkeit an dir vorbei und durch den Ort durch, um dann in der nächsten Gemeinde Chaos anzurichten.
Das alles ist quasi so spannend wie sich im Ort an eine Straße zu stellen und die Autos zu beobachten, die an einem vorbeifahren.
Statt roten, gelben, grünen oder blauen Autos sieht man ein paar bunte Trikots und ein gelbes. Das alles rechtfertigt aber nicht den Wind, der im Vorfeld gemacht werden muss.
Selbst eine Partie Monopoly gegen sich selbst beinhaltet mehr Spannung, ich kann also absolut nicht nachvollziehen, warum ich für so ein „Erlebnis“ hätte Geld in Form von Reisekosten und
ähnliches ausgeben sollen. Die 200 Meter Fußmarsch zur Rennstrecke waren schon zu viel des Aufwands.
Die Radsportbegeisterung bleibt mir als weiterhin verschlossen, auch der Dopingwahn bleibt mir unergründlich, ich bleib da lieber bei meinem geliebten Fußball – den kann aber auch
nicht jeder verstehen…
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