Freitag, 26. september 2008 5 26 /09 /2008 07:10
- von mumie99 - veröffentlicht in: Kino, TV, DVD

Superbad Mein McLovin Mitbewohner hatte vor ein paar Tagen einen neuen filmischen Geheimtipp für mich parat und schwärmte mir von Superbad vor. Da ich eh noch zum Müller wollte, um mich stöbernd zu beschäftigen, wollte ich mir das Rückencover des besagten Films wenigstens mal durchlesen. Nach kurzem Suchen fand ich die DVD endlich unter den vielen Filmen, die mit S beginnen. Stolz hielt ich das gefundene Werk in die Höhe und Christian meinte bezüglich des Preises, dass der Film den auf jeden Fall wert wäre…

Wohl wissend, dass unser Filmgeschmack, von Hancock mal abgesehen, immer zu 100 Prozent übereinstimmt und ich noch nie von Geheimtipps enttäuscht worden bin, schlug ich zu und erwarb Superbad halbblind, denn mehr als das Schwärmen und der Coverinhalt war mir schließlich nicht über diesen Film bekannt. Auch die Schauspieler waren mir auf den ersten Blick wenig vertraut und somit war ich sehr gespannt, was ich wohl zu erwarten hatte.

Zum besseren Überblick, bevor ich meine Kritik beginne, erstmal meine Ausgangslage bestehend aus Inhaltsangabe und mitwirkenden Darstellern:

Evan und Seth sind seit Kindertagen beste Freunde. Nun stehen die beiden Jungs kurz vor ihrem Highschool-Abschluss – und sind immer noch unzertrennlich. Doch bald werden sie wohl oder übel voneinander Abschied nehmen müssen, denn sie sind an verschiedenen Colleges angenommen worden. Wie sollen sie bloß ohne einander zurecht kommen?!

Evan ist extrem schüchtern, aber clever. Seth hat ein dreckiges Mundwerk, ist unberechenbar und interessiert sich nur für ein Thema: die menschliche Sexualität. Als Dritter im Bunde tritt der unbeholfene und nerdige Fogell alias McLovin auf den Plan. SUPERBAD erzählt die urkomische Geschichte ihrer fehlgeleiteten, verzweifelten Versuche, ein lebenslanges Loser-Dasein abzuwenden und ihre fatale Pechsträhne bei Frauen ein für allemal zu beenden – in einer einzigen aufregenden und abgefahrenen Nacht. Eine dieser schrecklich peinlichen Nächte, an die man den Rest seines Lebens immer wieder gern zurück denkt…

Jonah Hill: Seth

Michael Cera: Evan

Christopher Mintz-Plasse: Fogell (McLovin)

Bill Hader: Officer Slater

Seth Rogen: Officer Michaels

Martha MacIsaac: Becca

Emma Stone: Jules

Ich glaub ich begebe mich nicht auf zu dünnes Eis, wenn ich Superbad in Ansätzen mit American Pie vergleiche, da die Anlagen beider Filme in meinen Augen recht ähnlich sind. Okay, ich sehe jetzt schon die ersten mit den Augen rollen, aber hey American Pie hat nur durch die Teil 2-unendlich so ein schlechtes Image, denn die waren wirklich Müll und außer Steven Stifler null Meter lustig.

Der erste Teil hatte aber definitiv seine Lache und die Figuren waren sehr ordentlich heraus gearbeitet, auch wenn die Story nicht völlig berauschend war.

Bei Superbad verhält es sich ähnlich, die Story ist zwar wesentlich besser und beinhaltet völlig kaputte Szenen, aber ein Drehbuch-Oscar ist dann doch noch in weiter Ferne. Das macht aber auch nichts, denn unterschiedliche und doch allesamt lustige Haupt- und Nebenfiguren sorgen dafür, dass man schlicht und einfach die knappen 2 Stunden rundum lachend gut versorgt ist.

Gerade die Hauptfiguren gefielen mir am Besten, da sie eine enorme Realitätsnähe haben und wohl jeder sich, rückversetzt ins das Alter zwischen 16 und 18, zumindest teilweise in einer der Figuren wieder finden kann, oder einen kennt der zu den Zeiten genauso drauf war.

Unter anderem deshalb funktioniert diese Teenie-Komödie wohl so gut, weil es die Figuren sind, die ihr lustiges Leben einhauchen. Erweitert man den Kreis der Betrachtung noch auf die höhergestellten Nebenfiguren sieht man wie das Bild einer guten bis sehr guten Komödie vollends abgerundet wird.

Superbad Jede Figur, so klischeebehaftet sie auch sein mag, spielt mehr als man von ihr erwartet und erbringt unvorhersehbare Gags, bei denen eine Vielzahl auch zündet.

Als kleines Extraschmankerl fungierte bei mir noch, dass ich eine große äußerliche Ähnlichkeit zwischen Bill Hader, der einen der überpointierten Polizisten mimt, und Max Giermann, bekannt durch etliche Paraderollen in Switch Reloaded feststellen vermochte und so gewissen Gags, immer mit dem Beckmann-Imitator vor dem geistigen Augen, noch gesteigert wurden.

Aber auch ohne das Suchen von zweifelhaften Ähnlichkeitsparallelen ist der Film ein absoluter Geheimtipp, den ich wohl sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen habe…

In diesem Sinne:

"Hast du nie gehört, wie Eine gesagt hat 'Ah, ich war gestern Abend so breit, hätte ich bloß nicht mit diesem Typen gevögelt'? Wir könnten dieser Fehler sein!"

            (eines der vielen grandiosen Filmzitate aus Superbad)

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