Donnerstag, 2. oktober 2008 4 02 /10 /2008 21:27
- von mumie99 - veröffentlicht in: Persönlich
Ich pflege seit der Oberstufe, wie viele meiner Abi-Mitabsolventen auch, ein freundschaftliches Verhältnis zu meinem ehemaligen Kunst-Lehrer. Diese private Freundschaft hat sich natürlich nie durch Bevorzugung, in meinem Zeugnis widergespiegelt, das war mir so auch immer wichtig.

Nun liegt mein Abitur aber bereits zwei Jahre zurück und der Kontakt ist dennoch nie endgültig abgebrochen, ein paar mal im Jahr treffen sich mein BK-Lehrer, wechselnde Mitabiturienten und ich sich auf ein Bier und zum geselligen Zusammenhocken.

Bei solchen Abenden wird dann gemütlich in der Kneipe ein Abend lang über Gott, Kunst und die Welt sinniert. Gestern Abend war seit langem mal wieder so ein Abend und eine künstlerische Entdeckung, die ich irgendwann im Lauf des Abends für mich persönlich machen durfte, findet jetzt über diesen einleitenden Halbumweg den Weg hierher.

Bevor ich jetzt im Detail mit der Sprache rausrücke, muss ich doch noch einen Schwenk machen und erwähnen, dass ich sehr viel für Künstler übrig habe, die mit ihren spektakulären Aktionen für Schlagzeilen sorgen. Als Beispiel wäre da das Ehepaar Christo und Jeanne-Claude zu nennen, die wohl letztendliche Berühmtheit durch die Verhüllung des Reichstags erhielten.

Von einem noch spektakulären und fast schon dreisten Künstler erzählte mir gestern mein Ex-Lehrer. Der Name des britischen Künstlers ist Damien Hirst, dessen Wikipedia-Artikel ich sehr aufmerksam gelesen habe. In Ansätzen wurde mir seine Aufsehen erregenden Projekte ja bereits gestern geschildert, aber durch entsprechende Details, die man ja mit Google im Handumdrehen bzw. Tastenniederdrücken erhält, wurde das alles noch auf eine noch höhere und tollere Ebene transferiert.

Mein absolutes Lieblingswerk von Hirst trägt den Namen 'The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living' und ist ein in Formaldehyd eingelegter Tigerhai. Ich hab mir da vorhin Bilder angesehen und finde das Werk wohl ebenso gut wie kaputt...

Relativ schnell reifte dann der Gedanke, dass ich unbedingt auch ein Formaldehydhai haben will, leider schlägt der, wenn ich mir den analog nachbauen würde, wohl mit 50.000 Pfund zu Buche. Das übersteigt mein Haushaltkässchen inklusive der Shredder-Blog-Einnahmen doch knapp, daher habe ich ein Spenden-Paypal-Konto eingerichtet und hoffe auf tatkräftige hai-unterstützende Spenden:

Hochbegabte junge Künstler die mir ein analoges Werk präsentieren können und würden, sind natürlich auch herzlichst eingeladen mir was Haiähnliches zu basteln! Bis ich die Kohle zusammenhabe schau ich mir weiter die Bilder an und male mir aus wie der Hai in mein Wohnzimmer passen könnte.

Bevor jetzt jemand fragt:
Ja, der Spendenbutton funktioniert tatsächlich und man könnte mir Haispenden theoretisch überweisen. Allerdings wird aus meinem Haitraum wohl nichts werden, denn einerseits will ich meine lieben Leser nicht wirklich derartig bebetteln und andererseits würde mir Damien Hirst sicherlich tierisch (haha) ans Bein treten, wenn ich versuchen würde seinen Tigerhai zu kopieren!

Statt über Spenden freue ich mich über Kommentare, stehe ich alleine mit der Meinung da, dass der Hai totcool ist?
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