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Tropic Thunder ist eine Actionkomödie, die ich primär Ben Stiller zu verdanken
habe und läuft seit dem 18. September und somit schon gut 3 Wochen in den deutschen Kinos. Nach meinem Wall-E-Besuch wandte ich
mich primär den DVDs und diversen TV-Sendungen zu, um dort mal wieder alles abzuhandeln, was sich in den letzten Wochen so aufgestaut hat. Nun war ich aber mal wieder im Kino und sah eine
satirische und hochkarätig besetzte Komödie, die durchaus mit ihrem schwarzen Humor zu überzeugen wusste. Nähere Infos zu dem Film gibt es auf der offiziellen Seite des Films, auf der ich auch diese Inhaltsangabe entnommen habe:
Mit viel Humor und überdrehten Einfällen nimmt Ben Stiller in seiner neuen Regiearbeit „Tropic Thunder“ seine Kollegen im Filmgeschäft aufs Korn. Tropic Thunder kommt am 18. September in die deutschen Kinos.
Beim Film Dreh zum Antikriegsfilm „Tropic Thunder“ werden die Schauspielstars nichts ahnend zu Hauptdarstellern in einem echten Drogenkrieg. Ben Stiller spielt einen muskelbepackten Actionstar, der gerade ein asiatisches Baby adoptiert hat und Sorgen hat, dass „all die Guten schon weg sind“. Jack Black spielt einen Komiker, der in seinen Filmen gerne mehrere Rollen übernimmt, und Robert Downey Jr. geht als ernsthafter Oscar-gekrönter Charakterdarsteller ins Rennen, der seine ursprünglich für einen Schwarzen geschriebene Rolle entsprechend „authentisch“ umsetzt und sogar seine Haut gefärbt hat. Dazu gesellen sich noch ein Newcomer, ein alter Kriegsveteran und der obligatorische Rapstar. Als die Filmemacher aber genug von den Allüren der Macho-Primadonnen haben, setzen sie sie kurzerhand im Dschungel aus, und während auf einmal echte Kugeln um sie herumfliegen, glauben die Stars aus Hollywood, sie hätten es mit einer wirklichkeitsnahen Drehtechnik und versteckten Kameras zu tun. Ein politisch unkorrekter, unglaublich komischer Feldversuch, der eine aufgesetzte Truppe von Selbstdarstellern im Feuerhagel zusammenschweißt. Mit einer illustren Starbesetzung und geadelt mit Cameo-Auftritten beispielsweise von Tom Cruise, Tobey Maguire und Matthew McConaughey. Eine groß angelegte Hollywoodkarikatur voll Action, Herz und ordentlich Augenzwinkern.
Große Namen wie Ben Stiller, Robert Downey Jr. und Jack Black stehen als Hauptdarsteller des Films im Film im Vordergrund und liefern unterschiedliche und doch allesamt tolle Leistungen ab.
Ben Stiller spielt Tugg Speedman einen alternden Actionstar, der mit ’Simple Jack’ den wohl schlechtesten Film aller Zeiten gedreht hat und nun seine Hollywoodkarriere gegen die Wand fahren sieht. ’Tropic Thunder’ soll diesen Abschwung verhindern und ist somit die letzte Chance für Speedman, entsprechend verbissen geht er ans Werk und agiert streng nach Drehbuch. Allein der gefakte Trailer zu ’Simple Jack’ hätte den Kinobesuch übrigens gerechtfertigt.
Jack Black, oder besser Full Metal Jack Black spielt Jeff Portnoy einen berühmten Komiker der primär mit Furz-Komödien Erfolg und zusätzlich noch ein kleineres Drogenproblem am Start hat.
Das Ganze wird lediglich noch von Robert Downey Jr. übertroffen, der mit Kirk Lazarus eine herrlich, fast schon abwegige Rolle inne hat. Weil Lazarus einen afroamerikanischen Soldaten mimen soll, lässt er sich eigens die Haut färben. In seine neue Rolle geht er derartig auf, dass er völlig verdrängt, dass er eigentlich ein hellhäutiger, australischer Oscarpreisträger ist. Einfach begnadet die Konfrontation zwischen Lazarus und Alpa Chino, der als Schwarzer eine Nebenrolle spielen muss, weil die schwarze Hauptrolle mit einem Weißen besetzt ist!
Zusätzlich gibt es neben diesem Apocalypse Fun-Trio noch mit Nick Nolte, Matthew McConaughey und Tom Cruise bekannte Schauspieler, die allesamt sehr lustige und überzeichnete Rollen spielen.
Ausnahmsweise muss ich hier mal Tom Cruise lobend erwähnen, dem ich sonst nur wenig abgewinnen kann. Seine Verkörperung des arroganten Arschlochs, das als Produzent fungiert ist wirklich köstlich. Besondern die Verkleidung fand ich sehr gelungen.
Insgesamt funktioniert die Parodie auf diverse Kriegs- und Antikriegsfilme sehr gut und wenn man die entsprechende Filme gesehen hat zünden auch der ein oder andere Gag.
Aber das Sehen dieser unzähligen Filme ist keine Pflicht, schließlich nimmt ’Tropic Thunder’ auch noch genug aktuelle Hollywoodthemen gehörig auf die Schippe. Schauspieler, Filmagenten und der ganze Hype der gemacht wird, wird sehr vortrefflich und glaubhaft parodiert. Ohne Rücksicht auf Verluste parodiert sich Hollywood mal selbst und am Ende kommt ein guter und lustiger Film dabei raus. Dabei bewahrt sich der Film immer eine gewisse Würde und driftet nicht ins Slapstick-Genre ab. Die Gags sind gut durchdacht, allein die Hauptfiguren-Konstellation bietet da ja jede Menge Potenzial!
Schlussendlich wird man von Anfang an auf die Unterhaltungsschiene gesetzt und gut 90 Minuten hervorragend unterhalten. Meine Begeisterung für den Film war derartig groß, dass ich behaupten würde, dass er die lustigste Tötungsszene seit langem bis überhaupt enthält. Klingt jetzt tierisch geschmacklos, aber wer ’Tropic Thunder’ gesehen wird mir sicherlich zustimmen.
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