Dienstag, 11. november 2008
- von ChrHigh - veröffentlicht in: Konsolen und Videospiele

Conker Meiner Meinung nach wird es nun Zeit für einen kleinen Bericht zum wohl witzigsten Videospiel aller Zeiten.

Wer erinnert sich noch an das kleine Eichhörnchen, das man bei Diddy Kong Racing zum Rumheizen auswählen konnte, und das einen immer mit einem freundlichen „Hello! I´m Conker“ begrüßte???

Wer von euch hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass zum Ende der N64 Ära ein Spiel mit eben diesem putzigen Geschöpf auf den Markt kommen würde, das gerade noch so eine FSK-16 abgrasen würde? Also ich für meinen Fall nicht.

Aber wie schafft man es nun ein Spiel, mit einem Eichhörnchen als Protagonisten, so zu programmieren, dass es nicht in die Hände unschuldiger Kinder fallen sollte?

Richtig, man lässt seinen pelzigen Helden fluchen, saufen, kotzen, in der Öffentlichkeit urinieren, und, und, und. Seine Mitmenschen (oder besser Mittiere) kommen ihm dabei in nichts nach.

Zur Handlung: Conker sitzt mal wieder in seiner Stammkneipe und lässt sich mit ein paar Soldatenhörnchen die Rübe voll laufen, während zu Hause seine attraktive Hasenfreundin (!!!) Berri auf ihn wartet. Völlig besoffen entleert er auf dem Weg aus der Kneipe seinen Magen über einen armen Passanten und versucht nun den Heimweg zu finden. Als er jedoch am nächsten Morgen die Augen öffnet befindet er sich an einem Ort, den er noch nie zuvor gesehen hat.

Um es kurz zu machen: Ziel des Spiels ist es mit Conker den Weg nach Hause zu finden. Klingt erst mal simpel stellt sich aber als schwieriger raus als es man es glauben möchte, da Conker auf seinem Weg von diversen sehr skurrilen Geschöpfen gebeten wird, die absurdesten Aufgaben zu erledigen, was ganz nebenbei noch seine Geldgeilheit befriedigt, da alles mit Kohle belohnt wird (die übrigens auch kräftig am Fluchen ist).

Zu Beginn steht euch des öfteren die ebenfalls alkoholisierte Vogelscheuche Birdy mit wichtigen Tipps zur Seite. Bewaffnet mit einer Bratpfanne macht ihr euch nun auf, einem Bienenkönig zu helfen eine Sonnenblume mit riesen Brüsten zu bestäuben (oh ja), einen singenden Riesen-Scheißhaufen zu besiegen und unendlich viele solcher sensationeller Aufgaben zu erledigen.

Ihr begegnet dem Tod, der hier übrigens Gregg heißt und Katzen hasst, da sie mehrere Leben haben, müsst kiffende Viecher bestehend aus Feuer, auspinkeln nachdem ihr euch mal wieder so richtig habt voll laufen lassen und zieht in den Krieg gegen die bösen Teddiz.

Auch ist kein relevanter Film vor einer überragend umgesetzten Parodie sicher. So kann man Veralberungen von Filmen wie Matrix, Der Soldat James Ryan, Der Pate, Alien, Dracula und Clockwork Orange gleich zu Beginn bewundern, um nur ein paar genannt zu haben.

Auch sei der sehr unterhaltsame Multiplayermodus erwähnt, der von Deathmatch bis hin zu Panzergefechten oder Capture the Flag Wettbewerben alles bietet was das Herz begehrt, auch wenn die Framerate bei der N64 Version dabei ein wenig in die Knie geht.

Technik: Auch handelt es sich um eines der wenigen N64 Spiele, dass mit einer kompletten (englischen) Sprachausgabe prahlen kann, was sich positiv auf die vielen wahnsinnig witzigen Dialoge auswirkt, die zudem noch in Sprechblasen verschriftlicht wurden (auch englisch), was auf Grund der teilweise recht starken Dialekte sehr vorteilhaft ist. Lediglich „zu schlimme“ Wörter wurden mit dem bekannten Pfeifton übertönt und in der Sprechblase unkenntlich gemacht, aber jeder kann sich ja seinen Teil dabei denken.

Auf der später erschienenen X-Box Version des Spiels, bei dem es sich um ein fast hundertprozentiges Remake des N64 Originals handelt, wurde ein deutscher Bildschirmtext spendiert, der allerdings Teilweise nicht perfekt wirkt und den Witz nicht exakt wiedergibt, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, da die Sprachausgabe immer noch in Englisch erstrahlt. Grafisch sind sowohl die N64 als auch die X-Box Variante auf ihren Konsolen mit das Beste was es gibt und der Sound ist absolut unschlagbar.

Fazit: Also wer noch einen N64 oder eine gute alte X-Box zu Hause in irgendeiner dunklen Ecke rumstehen hat, sollte diese bitte ausgraben und sich unter allen Umständen eine Ausgabe von Conkers Bad Fur Day zulegen. Ihr werdet Tränen lachen - versprochen.

Als kleiner Vorgeschmack hier schon mal ein Video, das einen kleinen thematischen Einblick gewährt:

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