Thursday, 13. november 2008 4 13 /11 /Nov. /2008 22:23
- von mumie99 - veröffentlicht in: Persönlich

Nach Teil 1 meines Mediensseminars nun Teil 2:

Der erste Block des heutigen Seminars befasste sich inhaltlich mit qualitativen Aspekte der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen:

Durch andere Medien-Seminare, die ich bisher im Laufe meines Studiums besucht habe, war mir ein großer Teil zur geschichtlichen Entstehung und der Hintergründe zur Medienforschung schon bekannt und ich war auch nicht sonderlich verwundert, dass sich die Anfänge der Medienforschung kurz nach Beginn des 20. Jahrhundert finden lassen. Auch vom Stimulus-Response-Modell hatte ich bereit schon gehört und die dadurch resultierende zentrale Forschungsfrage, „Was machen die Medien mit den Rezipienten?“ fand ich durch meine Vorerfahrungen eher weniger spannend.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass zu einem vollständigen Medienseminar auch eine Geschichtskomponente gehört, allerdings konnte ich zusammenfassend aus dem ersten kleineren Inhaltsabschnitt nur sehr wenig neues Wissen mitnehmen.

Funktionen und Motive der Mediennutzung

Diesen zweiten Teil fand ich persönlich deutlich spannender, ging es doch hier um konkrete Beispiele. Von War of the Worlds hatte ich bereits irgendwann mal gehört, aber die näheren Details waren mir entfallen und so fand ich es sehr spannend erneut an einem konkreten Beispiel die unheimliche Manipulationskraft der Medien zu erfahren.

Meine Beigeisterung für das Radiohörspiel von Orson Welles war so groß, dass ich mir im Anschluss an die Veranstaltung noch den entsprechenden Wikipedia-Artikel durchgelesen habe. Die Tatsache, dass ein, 1938 gesendetes Radiohörspiel, zahlreiche Hörer der Fake-Reportage in Panik versetzt hat und zu Hamsterkäufe veranlasst hat, fand ich sehr faszinierend.

Die teilweise übertriebenen und unvorhersehbaren Reaktion der Hörer kann ich, nachdem ich mir eine Aufnahme der Radiosendung angehört habe, nicht nachvollziehen, denn eigentlich hätte es erkenntlich sein sollen, dass es sich bei der Sendung  um eine Adaption der Novelle von H. G. Wells handelt.

Aber dieses ausgewählte Beispiel zeigt die Macht, die Medien auf ihre Konsumenten haben und darum ist der Begriff der Medienkompetenz sehr wichtig. Natürlich ist ein fähiger Umgang mit Medien kein Allheilmittel. Auch ich bin in der Vergangenheit, gerade im Online-Bereich, schon auf die ein oder andere Zeitungsente hereingefallen. Irgendwo schnappt jemand etwas falsch auf, bläht die Story zu einem Artikel auf und veröffentlicht sie ruck zuck im Netz. So schnell können Enten entstehen, daher trete ich News, die nicht auf seriösen Nachrichtenseiten erscheinen, immer etwas mit Skepsis gegenüber. Ein Wissen über die Funktionen der Mediennutzung, das auch die Nebenwirkungen beinhaltet, halte ich daher für extrem wichtig. In der heutigen Gesellschaft ist es quasi nicht möglich medienfrei zu agieren und daher ist eine kompetente Nutzung von Medien unter anderem durch die Schule von Bedeutung und daher besuche ich auch dieses Seminar.

Ähnlich wie in der letzten Sitzung auch, beinhaltetet auch die das heutige Seminar einiges an statistischen Informationen, für die ich mich begeistern konnte. Die Ergebnisse der KIM-Studie (Seite 16) zu Vorbilder und Idole bei 6-13 Jährigen fand ich äußerst erstaunlich. Zu erst wäre hier die Tatsache zu nennen, dass knapp 50% der Mädchen und Jungen in dem Alter angaben ein Vorbild zu haben. Diese Idole stammen bei den Jungs zu 41% aus dem Bereich Sport und zu 34% aus dem Bereich TV/Film. Die Verteilung der Vorbilder bei den Mädchen ist im TV-Sektor ähnlich, gaben doch satte 42% an, ein Idol in dieser Sparte zu haben. Auf Platz zwei folgt, mit 29% die Musik.

Mir war schon immer klar, dass Jungs mehr auf Fußballer abfahren und die Groupies von Bands zu einem Großteil aus Mädchen bestehen, das Ganze aber mal in Zahlen zu sehen fand ich aber sehr aufschlussreich.

Aus eigener Erfahrung sehe ich mich in der Jungs-Gruppe gut repräsentiert, denn meine Idole aus der Kindheit kamen auch primär aus dem Fußball- beziehungsweise Sport-Bereich.

Im Folgenden wurden uns auch noch Zahlen zur Medienbindung der 6-13 Jährigen präsentiert. Hauptmedium ist mit 70% der TV. Auf den Plätzen folgen dann Computer (16%) und Bücher (5%).

Okay ich finde diese Angaben jetzt weniger aussagekräftig, denn ich bin mir sicher, dass es eine große Diskrepanzen in der Mediennutzung zwischen 13 und 6 Jährigen gibt und daher kann ich es nicht gut finde, dass das Spektrum der Studie so breit gefächert ist.

Aber um den Zahlen auch etwas Positives abzugewinnen: Ich finde es gut, dass Bücher es noch auf Platz 3 geschafft haben und die Nutzung des Internet sich auf lediglich 2% beläuft.

Im Übrigen endet die Dominanz des Fernsehens in der Gruppe der 12-19 Jährigen recht schnell, denn die Medienbindung sieht dort wie folgt aus:

25 % Computer, 22 % Internet, 15% Fernseher und 9% Bücher.

Aus pädagogischer Sicht ist es sehr beruhigend, dass sich das Buch tapfer auf einem der vorderen Plätze hält, dass aber ein reines Spielen am Computer die größte Mediennutzung ist, fand ich schon krass, ich hätte Internet und TV als stärker erwartet.

Nach der Pause ginge es im zweiten Block des Seminars um Medienkompetenz, dem Schlüsselbegriff der Medienpädagogik

Begriffsbestimmung: Medienpädagogik, Medienerziehung und Mediendidaktik

Durch ein von mir gehaltenes Referat zum Thema Medienkompetenz in einem anderen Seminar, verfügte ich also schon über einiges Wissen auf dem Gebiet und daher brachten die Begriffsbestimmungen und Zieldefinitionen nur wenig neues Wissen und daher wurde dieser Teil von mir als Wiederholung betrachtete.

Die Gründe, warum Medienkompetenz wichtig ist und medienkompetente Lehrer absolut wichtig für die Bildung der Schüler sind, waren mir schon geläufig. Eine Wiederholung fand ich aber erträglich, denn schließlich kann man nicht oft genug für die Medienkompetenz werben, damit die Lehrer, die nicht ohne Schülerhilfe den Videorecorder bedienen können, langsam aber endgültig aussterben!

Kommentare (0)ansehen - Kommentar hinzufügen
Zurück zur Startseite

Suchen

Stationen meiner Weltreise

Diese Hotels dienten als Zwischenstationen für meine Weltreise. Habe euch zu jedem Hotel eine kleine Rezension geschrieben, falls jemand einmal das selbe Hotel buchen möchte... : 

 

Kanaren

Teneriffa Hotel La Quinta Park Suites

La Gomera Hotel Ibo Alfaro

La Palma, Hotel Los Rosales

Fuerteventura, Hotel Las Marismas

Lanzarote, Hotel Iberostar Lanzarote Park

Gran Canaria, Hotel Agaete Parque

 

Urlaub für Schwule und Lesben

Gran Canaria, Hotel Tropical la Zona 

Ibiza, Hotel Marigna 

 

Balearen

Mallorca Hotel Jade Playa de Palma

Mallorca, Hotel Viva Palmanova

 

 

Ägypten

Hotel Marsa Alam in Ägypten (Hurghada)

Das Grand Resort Hurghada (Ägypten)

Grand Hotel Hurghada (Ägypten)

Familienurlaub im Robinson Club Soma Bay (Ägypten)

Marsa Alam Hotel Sentido Oriental Dream Resort

Last Minute Hurghada Ägypten

Hurghada Ägypten Sunrise Garden Beach

Makadi Bay Jaz Makadi Golf  & Spa

Ägypten Sheraton Miramar Resort

Steigenberger Al Dau Beach Hotel Ägypten

Ägypten Tauchurlaub Citadel Azur Resort

Ägypten Hotel Beach Albatros

Ägypten Arabella Azur Resort Hurghada

Ägypten Makadi Palace Makadi Bay

Ägypten Urlaub 2011

 

Türkei

Türkei Urlaub 2011

Türkei Urlaub in Side, Alanya und.....

Türkei Urlaub Club Titan

Türkei Urlaub Side Hotel Saray Regency

Türkei Urlaub Side Hotel Amelia Beach Resort & Spa

Türkei Urlaub in Side Kumköy Hotel Side Star Beach

Türkei Urlaub in Alanya Hotel Tac Premier

Türkei Urlaub im Club Paradiso in Alanya

Türkei Urlaub Hotel Villa Side Kumköy

Türkei Urlaub Monachus Hotel & Spa Side

Türkei Urlaub Hotel Kahya Alanya

Dies & Das

In welchem Land deiner Weltreise warst Du noch nicht? Äthiopien, Ghana

Was war das letzte, was du dir in einem Online Shop gekauft hast? Gute Frage.. ich glaube es waren je 1 Paar SPM Stiefel und Gabor Stiefel von Reiterstiefel.de für meine Frau. (Sie ist ein großer Stiefel Liebhaber.. wobei ich diese Reiterstiefel auch ganz gut finde)

Hast du eine Familie? Nein, derzeit nur eine Partnerin aber keine Kinder. Sonst wären die Weltreisen wohl kaum möglich..

 
Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren