Monday, 17. november 2008 1 17 /11 /Nov. /2008 22:48
- von ChrHigh - veröffentlicht in: Musik
Bullskonzert Ich weiß es kommt ein bisschen spät, aber auf Anfrage reiche ich den Konzertbericht nach.

Es ist der 16.August, mein Bruder hat Geburtstag und wie es der Zufall so will, bieten die Emil Bulls einen passenden Rahmen für eine kleine Feier im Kreise von gut 10 Leuten an. Als wir in Kaiserslautern vorm Cotton Club ankommen, bietet sich ein sehr symphatischer Anblick, denn die Band chillt in der Sonne vorm Eingang und beobachtet die paar bereits eingetroffenen Konzertbesucher und hofft vermutlich darauf, genau so wie ich, dass es noch ein paar mehr werden.

Nachdem wir es uns auch eine Zeit lang in der Sonne vorm Eingang bequem gemacht haben begeben wir uns in den angenem kleinen, gemütlichen Konzertsaal und direkt an die Bar. Nachdem jeder das Standard-Bier getrunken hat, macht sich auch schon die Vorband „Deep Green Sunset“, eine Band aus der Umgebung, ans Werk. Das Publikum, das den Konzertraum mittlerweile gut zur Hälfte füllt, hält sich bedacht im eher hinteren Teil des Raums auf und bleibt der Bühne zum größten Teil fern, was ich sehr schade finde, da die Band zwar nicht gerade vor Inovation sprüht, aber dennoch gekonnten Straight-Rock im Stile der H-Blockx präsentiert, der zu mehr als nur einem Kopfnicken im Takt hinreißen hätte können.

Lediglich der eingefleischte Fankreis macht sich im vorderen Bereich kenntlich und singt die Texte mit. Nach gut 30 Minuten bescheidener Publikumsleistung, wird der Support mit einem dann doch versöhnlichen Applaus von der Bühne verabschiedet. Die Crew der Bulls macht sich nun an die Arbeit und baut sämtliches Equipment auf der Bühen auf und macht sich an den Soundcheck. Und der lässt schon Eines mit Sicherheit verlauten: Es wird SCHEISSLAUT. Nachdem Soundcheck und weiteren 2-3 Bier ging es endlich mit den Emil Bulls los, doch während das Intro läuft bestätigt sich eine böse Vermutung, das Publikum bewegte sich zwar mehr in Richtung Bühne, dennoch war zwischen Band und Zuschauern ein kleiner Sicherheitsabstand von ca. 3 Metern, den unsere kleine bescheidene Gruppe nun versuchte zu schließen. Als die Band persönlich die kleine Bühne betrat und ein lautes „What the Fuck“ „The most evil spell“ eröffnete, ging unser kleiner Moshpit los und schaffte es weitere 5-10 Leute anzustecken. Nachdem wir uns „aufgewärmt“ hatten, ließ die Band mit „All in tune with the universe“ und „to end all wars“ zwei weitere neue Stücke folgen, die es ordentlich in sich hatten.

Doch die Bulls ließen nicht locker und lieferten mit „Revenge“ das erste Stück der letzten Platte „The southern comfort“, mit „Mirror (Me)“ einen echten Klassiker und mit „Cocoon“ und „Porcelain“ die meiner Meinung nach zwei stärksten Stücke des 2003er Albums „Porcelain“. Vor allem beim Titeltrack des Albums wurden nochmal ordentlich Pferdeküsse verteilt. Mit „Nothingness“ im Anschluss war natürlich keine Ruhe angesagt. Erst bei dem sehr unterhaltsamen Cover von „Symphony of Destruction“, das vor allem die vereinzelt anwesenden Metalheads erfreute und dem darauf folgendem „Close to the wind“ konnte man sich vor anfliegenden Ellenbogen erholen.

Einige lustig aufgelegten jungen Herren, die „leicht“ angetrunken waren nutzten die recht familiäre Atmosphäre um mit Sänger von Freyendorf zu kommunizieren und schaffte es mit dem fiesesten pfälzischen Dialekt auch ihren Senf ins Mikro zu gröhlen, sehr zum Amüsement der Band, die natürlich kein Wort verstand. Auch „These are the days“ und „Newborn“ gaben einem die Möglichkeit kurz zu verschnaufen, bevor es mit dem Kultsong „Smells like rock´n´roll“ wieder in die Vollen ging. Mit „Worlds apart“ wurde ein mächtiger Abschluss des Hauptsets gefunden. Nun gab sich das recht knapp besetzte Publikum doch noch zu erkennen und verlangte lautstark nach einer Zugabe. Diese sollte dann auch mit dem schönen Akustik-Stück „Friday Night“ eingeleitet werden, wurde aber nach kleinen technischen Problemen mit einem sympathischen  Plausch begonnen bis die Gitarre einsatzbereit war.

Nachdem das Publikum dieses ruhige Lied genießen konnte, kam ein weiteres neues Stück zum Einsatz, nämlich das starke „Wolfsstunde“. Und zum krönenden Abschluss kam wie zu erwarten „Leaving you with this“ bei dem es nochmal richtig zur Sache ging.

Der Konzertabend hat mir mich in meiner These mal wieder bestätigt, dass ein Konzert immer so gut ist, wie das was man daraus macht.  Zwar war der Raum keinesfalls schlecht gefüllt,es hätten aber ruhig 20-30 Leute mehr sein können. Tatsache ist: Wir haben uns voll ins Zeug gelegt um den Abend für Band und Pubikum spaßig mitzugestalten und gehen mit vollgeschwitzten Shirts, ein paar blauen Flecken, Tinitus und vor allem einem breiten Grinsen nach Hause, denn die Emil Bulls lieferten eine tolle Show ab und waren den bescheidenen Preis von 13 Euro mehr als doppelt wert.
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Was war das letzte, was du dir in einem Online Shop gekauft hast? Gute Frage.. ich glaube es waren je 1 Paar SPM Stiefel und Gabor Stiefel von Reiterstiefel.de für meine Frau. (Sie ist ein großer Stiefel Liebhaber.. wobei ich diese Reiterstiefel auch ganz gut finde)

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