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Wie versprochen folgt
nach der Präsentation des Filmtrailers und des Max Payne-Tests
nun die Filmkritik zur aktuell im Kino laufenden Computerspielverfilmung Max Payne.
Die Kinoleinwandeindrücke sind noch frisch und lassen mich zu dem Schluss kommen, dass der Film im Großen und Ganzen gut war. Meiner Erwartungen waren durch die großaufgezogene Werbung im Vorfeld nicht gerade gering, denn von den namhaften Schauspielern erwartet ich mir einiges.
Hier muss ich aber im Nachhinein Abstriche machen, denn der Film ist zu stark auf die Hauptfigur Max Payne, gespielt von Mark Wahlberg zugeschnitten, sodass kaum eine Nebenfigur zur Entfaltung kommt. Somit kommen Olga Kurylenko, das aktuelle Bond-Girl aus Ein Quantum Trost, und Mila Kunis, bekannt aus Die Wilden Siebziger, mit ihren Figuren, den Geschwistern Natasha und Mona Sax zu kurz, was die Handlungsstränge des Films aber nicht gefährdend kappt.
Durch die Zentralisierung auf Max Payne entsteht so eine sehr enge emotionale Bindung mit der Hauptfigur, da man eine Fülle von Informationen über das frühere Leben von Max Payne geliefert bekommt. Auch der Mord an seiner Familie, der den Cop zum Außenseiter werden lässt, wird als Futter für ein Mitfühlen mit dem Protagonisten geliefert.
Nachdem die Ausgangslage geklärt ist und jeder weiß, warum Max Payne etwas schrullig, verschlossen und eigenbrötlerisch ist, kann die Suche nach den Mördern seiner Familie losgehen und die Handlung, die sehr treffend auf der offiziellen Homepage des Films beschrieben ist, starten:
In den dunkelsten und gefährlichsten Ecken New Yorks ist ein Außenseiter unterwegs, ein Cop des Drogendezernats auf der Suche nach den Mördern seiner Familie. Auf der Suche nach Rache wird Max Payne (Mark Wahlberg) zum Haupt-verdächtigen am Mord seines Partner und einer unschuldigen Frau. Um sich selbst zu entlasten, muss er nicht nur das Geheimnis hinter den brutalen Morden herausfinden, er muss sich auch Mächten zum Kampf stellen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Ihm zur Seite steht Mona (Mila Kunis), die ihrerseits den Mörder ihrer Schwester sucht. Max' Nachforschungen führen ihn immer tiefer in eine Welt aus Drogen, Korruption und Verschwörung bis er erkennt, dass dieselbe Bedrohung die nun die Straßen von New York heimsucht auch für den Tod seiner Familie verantwortlich ist.
Basierend auf dem legendären Videospiel von Rockstar Games erzählt Regisseur John Moore (Das Omen, Im Fadenkreuz) eine ebenso rasante wie harte Actionstory. Neuartige Special Effects Techniken im Bereich der "Bullet Time" geben dem Film die entsprechende Ästhetik.
Viel mehr ist zur Story auch schon nicht mehr zu sagen, denn Max Payne glänzt nicht gerade durch ein tiefsinniges Drehbuch. Die Handlung ist über weite Teile vorhersehbar und auch das Ende war für mich abzusehen. Aber ich kann auch mal sehr gut ohne oscarreifen Plot leben, denn die Atmosphäre des Films, der sehr dunkel und graustufig, als Mischung aus Sin City und Constantine daherkommt, schafft eine Stimmung, die dem Videospiel schon sehr nahe kommt und mich voll zu überzeugen wusste.
Wesentliche Elemente der Max Payne-Spiel-Reihe, wie die Bullet Time und die Designerdroge Valkyr und deren Nebenwirkungen in Form von Halluzinationen fand ich gut in das Filmkonzept eingearbeitet, denn eigene PC-Spiel-Erfahrungen wurden beim Betrachten der Szenen wach.
Insgesamt kommt mit Max Payne ein guter Film in die Kinos, der sich mit Hitman, ebenfalls eine Videospielverfilmung, messen kann. Allerdings wird Max Payne nicht in die Spitze der besten Filme im Jahre 2008 vordringen können, dafür war die Konkurrenz mit Batman – The Dark Knight, Ein Quantum Trost oder Tropic Thunder, um nur einige andere Filme zu nennen, einfach zu stark.
Ein wenig mehr Aktion und noch mehr fliegende Kugeln und Patronen hätten Max Payne sicherlich gut zu Gesicht gestanden, vor allem weil bei einer Spieldauer von 99 Minuten sicherlich noch Sitzfleisch beim Publikum vorhanden gewesen wäre.Buy at Amazon
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