Artikel teilen! No Country for old Men - Filmkritik: Wie zu sehen war, habe ich mir ja unter anderem die DVD zum sehr viel gelobten Film No Country for o ...
Wie zu sehen war, habe ich mir ja unter anderem die DVD
zum sehr viel gelobten Film No
Country for old Men zugelegt. Der US-Thriller aus dem Jahre 2007, der im Jahre 2008 u.a. den Oscar für Bester Film und Beste Regie einheimsen konnte, entstammt der Feder der Gebrüder Coen.
Ethan und Joel Coen zeigen sich aber nicht nur für das Drehbuch verantwortlich, sondern coenüblich auch für Regie und Produktion.
Ich war ja anfänglich etwas skeptisch, denn nach großartigen Filmen wie The Big Lebowski oder O Brother, Where Art Thou? konnte ich mit dem neusten Coen Werk, das den Namen Burn After Reading trägt, nur eher wenig anfangen.
Meine Bedenken waren aber zum Glück umsonst, denn No Country for old Men ist wieder ein Coensches Meisterwerk, das viele Fragen aufwirft, vieles offen lässt und auf jeden Fall kein filmischer Fastfood ist, sondern ein Werk mit Tiefgang und hervorragenden Figuren.
Die Geschichte rund um das Katz-und-Maus-Spiel, das sich im Westendlichen um die drei Hauptfiguren dreht, ist eigentlich recht schnell erzählt.
Der Vietnam-Veteran Llewelyn Moss findet auf der Jagd zufällig ein paar Leichen, einen Dahinsiechenden und einige von Kugeln zersiebte Autos. Die Ladefläche eines Pick-up-Trucks offenbart ihm eine große Menge Heroin und die stolze Summe von zwei Millionen US-Dollar in bar. Nach kurzen Zweifeln ergreift Moss die schicksalhafte Gelegenheit, nimmt das Geld und hofft auf ein besseres Leben für sich und seine Frau.
Natürlich muss sich solch eine Entscheidung rächen und ehe Llewelyn Moss sich versieht, steckt er mitten in einer nervenaufreibenden Hetzjagd, denn der psychopatische und eiskalte Auftragsmörder Anton Chigurh hat sich an seine Fersen geheftet, um das Geld zurückzuholen. Der Sheriff des Ortes kommt kaum mit Untersuchen der sich überschlagenden Ereignisse hinter, denn Chigurh geht auf der Suche nach dem Geld kompromisslos und äußerst tödlich blutrünstig zu Werke...
Soweit mal die kurze Inhaltsangabe des Films, der mich voll überzeugen konnte. Die Story ist grandios inszeniert und packend spannend.
Während mich die Hauptfigur Llewelyn Moss (gespielt von Josh Brolin, bekannt aus Hollow Man), ein raubeiniger Texaner, der seine Angelegenheiten gerne ohne Hilfe erledigt, nicht wirklich ansprach, da mir die Grenze zwischen Möchte-gern-Held und Opfer zu verschwommen, konnte der Auftragskiller Anton Chigurh (gespielt Javier Bardem, bekannt aus Das Meer in mir) auf ganzer Linie überzeugen.
Der Oberbösewicht Chigurh ist wirklich genauso durchgeknallt wie angsteinflössend und mir fällt spontan kein
Schurke ein, der jemals mehr Gänsehautfaktor und Kälte ausgestrahlt hat, ohne dabei eine gewisse Natürlichkeit und Realitätsnähe nicht zu verlieren. Anfänglich wollte ich den Killer wegen seiner
schwulen durchgeknallten Pagenfrisur noch belächeln, doch das Lächeln gefror mir in Sekundenbruchteilen, denn die bescheuerte Frisur unterstreicht seine psychopathische Natur, die selbst
den Joker stellenweise vergessen lässt. Chigurh entscheidet über Leben und Tod, hat seine eigenen Regeln und spielt mit seinen
Opfern gern Psycho-Spiele. Wer so dumm ist, sich ihm in den Weg zu stellen oder seine Nerven zu strapazieren, wird entweder dem Bolzenschussgerät oder der Pumpgun vorgestellt und aus dem Leben
verabschiedet.
Mitleid, Humor oder irgendwelche Gefühle sind dabei immer Fehlanzeige. Der Killer reagiert abgeklärt, mechanisch und eisern. In dieser Abgeklärtheit liegt auch wohl die Faszination der Figur, die völlig ohne lachen (wenn überhaupt nur aufgesetzt und gespielt) und schreien ihren Psycho-Knacks verdeutlicht.
Die Hetzjagd zwischen Moss und Chigurh wird durch den amtsmüden Sheriff Ed Tom Bell (gespielt von Tommy Lee Jones, bekannt aus Auf der Jagd oder Auf der Flucht) noch polizeilich betreut. Den kauzigen Knochen nehme ich Tommy Lee Jones voll ab, der mit seiner Figur, die gleichzeitig noch als Erzähler in der Erzählung fungiert, quasi einen würdigen Rahmen um die beiden Hauptfiguren der ersten Ordnung zieht. Sheriff Ed Tom haut gerne mal einen bösen und schwarzhumorigen Spruch raus, dessen subtiler Humor die Spannungskurve kurzzeitig mal etwas abflachen lässt. In meinen Augen stehen aber sowohl Llewelyn Moss, als auch Ed Tom weit hinter dem Auftragskiller Chigurh zurück, der in einer schier übermenschlichen Leistung von Javier Bardem so mit Leben behaucht wird, dass die Verleihung des Oscars für den besten Nebendarsteller unumstößlich gerechtfertigt war.
Dieser drei Figuren ziehen sich als roter Faden durch den Film und stehen dabei immer in enger Verbindung, auch wenn sie nicht gleichzeitig im Bild oder meilenweit von einander getrennt sind. Von Szene zu Szene wird die Hetzjagd spannender und strebt auf das Finale nach gut zwei Stunden hin, das ich übrigens sehr gut gelungen und zum Nachdenken fördernd finde. Es ist für einen Gangsterfilm sehr passend und lässt den so wichtigen Platz für Fragen und eigene Gedankengänge!
Neben diversen Spannungselementen wird der Weg durch die Geschichte auch durch die Qualitätsarbeit in Sachen Licht, Schnitt und Regie enorm getragen. Die Gebrüder Coen leisten hier wirklich sehr gute Arbeit, sämtliche Szenen wirken stimmig und bei diversen Szenen kam ich zum dem Schluss, dass ein anderer Blickwinkel wohl nicht diese Tragweite gehabt hätte.
Besonders lobenswert muss ich noch erwähnen, dass der Film auf die übliche Musik zur Verbreitung von Hektik und Spannung vollkommen verzichtet. Ist es doch sonst ein allseits beliebtes Stilmittel, mit lauter werdender oder sich ändernder Musik zu arbeiten, so inszenieren die Coen Brüder ihren kompletten Film, also auch die spannungsgeladenen Szenen ausschließlich über die natürlichen Geräusche der Figuren sowie der Umgebung, völlig ohne künstliche musikalische Untermalung. Dadurch taucht der Zuschauer intensiver in den Plot ein, es wirkt näher, echt und greifbarer. Gut möglich, dass ich deshalb das Böse intensiver wahrnahm...
Insgesamt funktioniert der Film, der auf dem gleichnamigen Buch von Cormac McCarthy basiert, das in Deutschland unter dem Titel Kein Land für alte Männer verlegt wird, als Thriller-Drama-Mixtur sehr gut. Man muss aber bereit sein, sich voll und ganz auf den Film einzulassen. Er fordert viel Aufmerksamkeit und ist eigentlich daher keine seichte und nette Abendunterhaltung, sondern ein Stück anspruchsvollere Kost, deren filmische Verzehrung es aber auf jeden Fall wert ist!
Diese Hotels dienten als Zwischenstationen für meine Weltreise. Habe euch zu jedem Hotel eine kleine Rezension geschrieben, falls jemand einmal das selbe Hotel buchen möchte... :
Kanaren
Teneriffa Hotel La Quinta Park Suites
Fuerteventura, Hotel Las Marismas
Lanzarote, Hotel Iberostar Lanzarote Park
Gran Canaria, Hotel Agaete Parque
Urlaub für Schwule und Lesben
Gran Canaria, Hotel Tropical la Zona
Balearen
Mallorca Hotel Jade Playa de Palma
Mallorca, Hotel Viva Palmanova
Ägypten
Hotel Marsa Alam in Ägypten (Hurghada)
Das Grand Resort Hurghada (Ägypten)
Grand Hotel Hurghada (Ägypten)
Familienurlaub im Robinson Club Soma Bay (Ägypten)
Marsa Alam Hotel Sentido Oriental Dream Resort
Hurghada Ägypten Sunrise Garden Beach
Makadi Bay Jaz Makadi Golf & Spa
Ägypten Sheraton Miramar Resort
Steigenberger Al Dau Beach Hotel Ägypten
Ägypten Tauchurlaub Citadel Azur Resort
Ägypten Arabella Azur Resort Hurghada
Ägypten Makadi Palace Makadi Bay
Türkei
Türkei Urlaub in Side, Alanya und.....
Türkei Urlaub Side Hotel Saray Regency
Türkei Urlaub Side Hotel Amelia Beach Resort & Spa
Türkei Urlaub in Side Kumköy Hotel Side Star Beach
Türkei Urlaub in Alanya Hotel Tac Premier
Türkei Urlaub im Club Paradiso in Alanya
Türkei Urlaub Hotel Villa Side Kumköy
In welchem Land deiner Weltreise warst Du noch nicht? Äthiopien, Ghana
Was war das letzte, was du dir in einem Online Shop gekauft hast? Gute Frage.. ich glaube es waren je 1 Paar SPM Stiefel und Gabor Stiefel von Reiterstiefel.de für meine Frau. (Sie ist ein großer Stiefel Liebhaber.. wobei ich diese Reiterstiefel auch ganz gut finde)
Hast du eine Familie? Nein, derzeit nur eine Partnerin aber keine Kinder. Sonst wären die Weltreisen wohl kaum möglich..