Tuesday, 3. february 2009 2 03 /02 /Feb. /2009 00:12
- von mumie99 - veröffentlicht in: Kino, TV, DVD

Balls of Fury Die Komödie Balls of Fury kann durchaus als eigen bis speziell bezeichnet werden. Sie hat ihren ganz eigenen Humor, den man nur mit einer Vorliebe für Klamauk erduldet, außerdem widmet sich die Sport-Komödie von Robert Ben Garant dem gesonderten Thema Tischtennis, das gemeinhin auch als Ping-Pong bezeichnet wird.

Die Faszination für die Ballsportart Tischtennis wird im vorliegenden Film mit den Verlockungen einer Prostituierten im besten Alter verglichen, bei der es Jahre benötigt, bis man all ihre Tricks beherrscht...

Meiner Meinung nach kann man den Film, der sich um kleine weiße Zelluloidbälle dreht, nur etwas abgewinnen, wenn sowohl die Slapstick-, als auch die Tischtennis-Voraussetzungen beim Betrachter gegeben sind. Zusätzlich schadet ein Herz für klassische Kung-Fu-Filme, das mit einem Wissen über, beziehungsweise dem Betrachten solcher Filme korreliert, natürlich daher nicht, weil Balls of Fury sich an den Bruce Lee-Filmen und der Bloodsport-Reihe frei orientiert und den Martial-Arts-Kung-Fu-Stoff durch Tischtennis-Content ersetzt.

Der Film dreht sich dabei um die Hauptfigur Randy Daytona, dem ehemaligen Tischtennis-Wunderkind, das bei den Olympischen Spielen im Jahre 1988 für Furore sorgen und in Sachen Goldmedaille ein gehöriges Wörtchen mitreden sollte. Die Mission Olympiasieg scheitert, trotz Def Leppard-Gravur auf dem Schläger, aber kläglich. Gegen seinen Kontrahenten Karl Wolfschtagg aus der DDR scheitert Daytona derartig unglücklich, dass aus dem hochgehypten Wunderkind das Gespött der ganzen Nation wird, die sein Scheitern natürlich live und in Farbe am heimischen TV-Schirm verfolgen konnte. Statt einer verheißungsvollen Karriere als Profi-Tischtennisspieler winkt Randy die schlechte und miese Pausenanimation bei diversen Matinee-Shows in einem Restaurant. Selbst auf diesem untersten Niveau interessiert sich niemand mehr für ihn und sein Tischtennistalent und somit verkommt er zum Alleinunterhalter, der sein Talent und seine Zukunft mit Schlägern schlägt Füßen tritt.

Wendung erfährt Randy Daytonas Lebensalltag plötzlich, als das FBI in Person von Agent Rodriguez sein ungewöhnliches Talent benötigt um den Mafia Boss Feng, der in seiner Freizeit gerne Sudden-Death-Mortal-Kombat-Tischtennis-Turniere veranstaltet, aufzuspüren, zu infiltrieren und das Handwerk zu legen.

Die Hauptfigur wird von Dan Fogler gespielt, der optisch eine Kreuzung aus Jack Black, Chris Farley und John Candy ist und dementsprechend klischeehaft die Rolle auch ausfüllt. Da mir aber Filme wie Beverly Hills Ninja –Die Kampfwurst in ihrer Übertriebenheit und Lächerlichkeit durchaus gefallen, kann ich auch dem Ping Pong-Streifen viel abgewinnen. Der Film ist definitiv kein Blockbuster und war als Sparten- und Nischenfilm auch kein Kassenschlager und dennoch genügte er meinen Ansprüchen in Sachen Unterhaltung vollkommen.

Die gute und solide Hauptfigur wird noch von der Leistung eines Weltstars übertroffen. Christopher Walken, unter anderem bekannt aus Catch Me If You Can, Welcome to the Jungle und Sleepy Hollow, spielt Mr. Feng eine irgendwo schon fast androgyne Mischung aus dem Paten und der Geisha, die so herrlich verquert ist, dass man diese Figur einfach lieben muss.

Maggie Q, bekannt aus Mission Impossible III und Stirb Langsam 4.0, und James Hong, bekannt aus Tango und Cash und Big Trouble in Little China, runden das Paket der bekannten Gesichter ab und nehmen Balls of Fury ein Stück weit den No Low-Budget-Charakter.

Zum Schluss möchte ich Balls of Fury noch in die Reihe der Filme eingliedern, die sich in der Vergangenheit ebenfalls schon parodistisch mit Randsportarten oder Sportarten im Amateurbereich auseinander setzten. Zu nennen wären hier der Völkerballfilm Voll auf die Nüsse, mit Vince Vaughn und Ben Stiller, der Eiskunstlauffilm Die Eisprinzen, mit Will Ferrell und Jon Heder und die Basketballkomödie Semi-Pro, mit Will Ferrell und Woody Harrelson. Mit diesen genannten Werken kann man Balls of Fury durchaus vergleichen und in Sachen Humor und Witz steht er den anderen Filmen auch in nichts nach. Mit einem Filmzitat von Mr. Wong, der Besitzer des Happy Muschu Palace, möchte ich dann die Nachbetrachung des Films auch beenden:

“It is better to die like a tiger, than to live like a pussy.”

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Dies & Das

In welchem Land deiner Weltreise warst Du noch nicht? Äthiopien, Ghana

Was war das letzte, was du dir in einem Online Shop gekauft hast? Gute Frage.. ich glaube es waren je 1 Paar SPM Stiefel und Gabor Stiefel von Reiterstiefel.de für meine Frau. (Sie ist ein großer Stiefel Liebhaber.. wobei ich diese Reiterstiefel auch ganz gut finde)

Hast du eine Familie? Nein, derzeit nur eine Partnerin aber keine Kinder. Sonst wären die Weltreisen wohl kaum möglich..

 
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