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Gestern Abend war mal wieder ein Spieleabend der Hettrumer
Frustzwerge, den ich trotz noch laufender Vorlesungen im aktuellen Semester besuchen konnte. Kurz nach 20 Uhr fanden sich 12 Brettspielerinnen und Brettspieler zum gemeinsamen Spielen
ein.
Da am 14. Februar bereits Die Regionalen Vorausscheidungen zur Deutschen Meisterschaft im Brettspielen 2009 unter anderem in Limburg stattfinden, an denen auch zwei 4er Mannschaften der Frustzwerge teilnehmen werden, wurde der gestrige Spieleabend auch dazu genutzt die Wettkampfspiele Die Säulen der Erde, Kingsburg, San Juan und Wikinger spielend zu trainieren.
Die ursprüngliche Intention war es, die Mannschaftsspieler von den Nicht-Mannschaftsspieler zu separieren, damit die Mannschaften untereinander über Taktiken und Strategien philosophieren konnten.
Da ich dieses Jahr nicht am Vorentscheid mitwirken werde, gehörte ich zur Gruppe der Nicht-Mannschaftsspieler und spielte mit meinen drei Mitspielerinnen und Mitspielern das Spiel Die Säulen der Erde. Wie oben erwähnt, handelt es sich bei diesem Spiel eigentlich um ein Vorausscheidsspiel. Von der ansprechenden Verpackungen angeregt, verzichteten wir aber auf unser Recht der freien Spielauswahl und widmeten uns ebenfalls einem Meisterschaftsspiel.
Niemand kannte das Spiel in unserer Gruppe und somit überflog ich vor mich hin erklären schnell die Anleitung und lies mir auftauchende Fragen von den Profis am benachbarten Trainingstisch erläutern. Das Regelwerk war zum Glück nicht sonderlich dick und größtenteils sehr einfach in Worte gefasst.
Recht schnell konnten wir also mit dem in 3 Phasen untergliederten Spiel beginnen. Reihum wurden in den nächsten 2 Stunden Handwerker eingestellt und Arbeitskräfte in Wald oder Kies- und Steingruben geschickt, um Rohstoffe zu fördern. Runde für Runde wuchs die englische Kathedrale zu Kingsbridge um ein Stück. Nach genau sechs Runden war die große Kirche aus gut verarbeiteten Holzbauteilen errichtet und das Spiel beendet. Wie bei anderen Brettspielen dieser Familien- bis Strategiekategorie auch, entschieden nun die bisher auf vielfältige Weise erspielten Siegpunkte über die endgültige Gesamtplatzierung der einzelnen Spieler.
Die Alte Regel, „Wer erklärt, gewinnt auch am Ende“ ,bewahrheitete sich gestern nicht, denn ich landete nur auf dem letzten Platz. Irgendwo aber kein Problem, denn die einhellige Meinung am Ende über das Spiel war, dass es sehr vielseitig sei und es beim nächsten Spielen noch zig andere Möglichkeiten gibt, die es auszuprobieren gilt. Mir hat das Spiel sehr gut gefallen, da ich phasenbasierenden und taktikgeprägten Spielen eh viel abgewinnen kann, was sich darin äußert, dass ich auch Funkenschlag sehr gerne spiele.
Zusammenfassend kann ich am Ende des kurzen Testberichts über das Spiel sagen, das es sehr gut durchdacht und
vielseitig ist. Zusätzlich ist das beigefügte Material, das von Kathedralenbausteinen über Handwerkerkarten bis zu kleinen Holzfigur-Arbeitern reicht sehr schön anzusehen und in seiner Verwendung
auch absolut stimmig. Inwieweit jetzt das gleichnamige Buch von Ken Follett gut umgesetzt wurde, kann ich nicht sagen, da ich nicht lese das Buch nicht gelesen habe.
Den weiteren Abend verbrachte ich nach diesem Spiel mit den Spielen Top Race und Zug um Zug. Bei Top Race, einem Spiel von Wolfgang Kramer, handelt es sich um ein, wer hätte das bei dem Namen schon vermutet, Formel-1-Spiel, bei dem man mit Startkapital Rennboliden erwirbt und diese dann durch das Ausspielen von Karten ins Ziel manövriert, um Siegesprämien einzustreichen. Der große Gag bei dem Spiel liegt darin, dass man mit den gespielten Karten selten nur seine eigenen Autos alleine bewegt und immer noch Gegner bevorzugt. Da das allen Spielern am Tisch so geht, entwickelt sich ein munteres und immer wieder einzigartiges Rennen. Neben der Gewinnausschüttung im Ziel gibt es noch die Möglichkeit mit Tipps ein wenig Geld in die Portokasse zu spülen. Drei mal pro Rennrunde kann getippt werden, welche Rennkiste am Schluss als erstes die Ziellinie überqueren wird. Da man natürlich nicht gezwungen ist nur auf seine eigenen Autos zu tippen, entstehen dadurch völlig verrückte Interessensgemeinschaften und es ist so gut wie unmöglich im Vorfeld abzuschätzen, welche Wagen die Ziellinie zuerst überqueren werden...
Ein sehr cooles und spaßiges Spielchen, das ich immer wieder gerne spiele und das auch mit einem Alter, das mein eigenes übersteigt, nie langweilig wird.
Zum Spiel Zug um Zug brauch ich glaub hier keine größeren Ausführungen mehr zu machen, schließlich war ich ja im SWR-Beitrag der Zug-um-Zug-Spielepate!
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