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Gestern Abend war mal wieder ein Spieleabend der Hettrumer
Frustzwerge. Um kurz nach 20 Uhr fanden sich 12 Spielerinnen und Spieler im Hause Becker ein, um in den nächsten 6 Stunden diverse Brettspiele zu spielen. Ich spielte über den Abend verteilt
erst eine Partie Kingsburg, dann erneut mein neues und aktuelles Lieblingsspiel Utopia, bevor der Abend mit zwei
schnellen Partie Zack und Pack zuende ging.
Das Spiel Kingsburg, das im Zuge des Vorentscheid zur Deutschen Meisterschaft im Brettspiel gespielt werden musste, kannte ich bis gestern Abend noch nicht.
Das stark vom Fallen der Würfel abhängige Glücksspiel gefiel mehr sehr gut, es erinnerte mich phasenweise an das Spiel Um Krone und Kragen, welches ich früher in der Brettspielwelt online sehr gerne gespielt habe. In fünf Spielrunden, die fünf Jahre repräsentieren, kämpft man als Gouverneur im Dienste König Titus. Je nachdem wie gut man würfelt, baut man Gebäude, die diverse Vergünstigungen und Vorteile bringen, oder rekrutiert Soldaten. Am Jahresende wird dann gegen Goblins, Barbaren, Drachen oder ähnliche Gegner gekämpft. Wer entsprechend gut gewirtschaftet (beziehungsweise gewürfelt) hat, geht als Sieger aus dem Kampf hervor und hat gegenüber anderen Spielern, die den Kampf verlieren, einen Vorteil in der nächsten Runde. Durch Würfeln oder das Besiegen von Gegnern erhält man Siegpunkte, die nach 5 Runden über die Einzelplatzierungen der einzelnen Spieler Ausschlag geben. Ein sehr schönes Spiel, das durch das gemeinsame Würfeln auch verhältnismäßig kommunikativ ist. Alles in allem ein gutes Familienspiel.
Über das Spiel Utopia brauche ich nicht mehr viele Ausführungen machen, denn ich habe ja bereits beim letzten Spielabendsbericht über das Spiel gesprochen. Beim zweiten Spielen zeigte sich das Spiel, das ja äußerst vielschichtig ist, wieder von einer ganz neuen Seite und ich werde es wohl noch öfters spielen müssen, um seine Qualität völlig für mich erschließen zu können.
Das Abschlussspiel Zack und Pack von Spielautor Bernd Eisenstein war insofern besonders, da der Autor bereit schon öfters persönlich beim Spieleabend der Hettrumer Frustzwerge zugegen war. Muss aber vor meiner Zeit gewesen sein, denn ich könnte mich jetzt spontan nicht entsinnen...
Spielt aber auch eigentlich keine Rolle, denn auch objektiv betrachtet gefiel mir das neuste Spiel aus dem Hause IronGames sehr gut. Die interaktive Mischung aus Ubongo und Tetris war schnell erklärt und schnell gespielt und gefiel uns so gut, dass wir gleich eine zweite Partie anfügten.
Ziel des Spiels für drei bis sechs Spieler ist es, seine vorher ausgewürfelte Ladung auf einem LKW tetrismäßig genau zu verstauen. Jeder Spieler kennt pro Runde seine Ladung, die zugehörigen LKWs werden nach dem wer-zuerst-kommt-malt-zuerst-Prinzip aus der Mitte gezogen. Dadurch gestaltet sich das Spiel äußerst lustig, denn nur selten erhält man wirklich das Lastfahrzeug...
Je nachdem wie viel Ladung oder Ladefläche übrig bleibt, gibt es dann entsprechende Minuspunkte. Eine sehr coole Spielidee, die gerade bei Kindern das räumliche und mathematische Denken schult. Aktuell bin ich noch am Überlegen, ob das Spiel nicht das ideale Geschenk zu Ostern für meinen kleinen Bruder wäre...
Bis Ostern habe ich, da der nächste Spielabend am 19.03 sein wird, aber noch die Gelegenheit das Spiel erneut zu spielen, um dann eine abschließende Entscheidung in der Osterangelegenheit zu fällen!
Ergebnistechnisch verlief der Abend sehr zufriedenstellend, ich landete bei den Endplatzierungen immer im oberen Mittelfeld und hatte somit deutlich mehr Glück als beim letzten Mal.
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