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Auch außerhalb von Berlin ist es möglich die Nacht im Museum zu verbringen. Quasi in jedem Kino in Deutschland läuft nämlich aktuell mit Nachts im Museum 2 der zweite Teil des Erfolgsfilms von Shawn Levy. Erneut wird wieder die Geschichte durch die magische Tafel zum Leben erweckt und knapp 105 Minuten sehr gute Unterhaltung geboten. Mir gefiel der Film ausgesprochen gut und meine Erwartungen, die durch Trailer herrührten, wurden nicht enttäuscht. Natürlich ist die Idee mit dem zum Leben erwachenden Museum im zweiten Teil nicht mehr so faszinierend, da man mit dem Vorwissen aus dem ersten Teil ungefähr weiß, wie der Film zu verlaufen hat. Trotz der vorgegebenen Rahmenhandlung, dass Larry Daley wieder nur exakt eine Nacht hat, bis die Sonne alle Museumsfiguren erstarren lässt, gelingt es dem Autorenteam eine überzeugende und doch größtenteils neue Story zu konstruieren. Auf der offiziellen Seit des Films lässt sich folgende Inhaltsangabe finden:
Es ist Nacht im Smithsonian in Washington, D.C. Die Museumsführer sind nach Haus gegangen, die Lichter sind gelöscht, die Schulkinder liegen längst in ihren Betten... doch geht irgendetwas Unglaubliches dort vor sich. Etwas, das den ehemaligen Nachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) in sein großartigstes, aufregendstes Abenteuer stürzt – die Geschichte wird erneut lebendig, von den weltberühmten Gemälden an der Wand über die Statuen der Vergangenheit bis hin zu den Raketen im Air & Space Museum.
In der Fortsetzung von „Nachts im Museum“ muss sich Larry einem so heldenhaften Kampf stellen, dass nur der größte Museumskomplex der Welt als Ort dafür in Frage kam. Larry und seine alten Museumsfreunde tragen mitten im Smithsonian eine Schlacht aus, die ihre letzte sein könnte.
Dabei hat Larry seinen schlecht bezahlten Job als Museumsnachtwächter mittlerweile eigentlich an den Nagel gehängt und ist ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden. Es mangelt ihm an nichts – und doch scheint ihm etwas zu fehlen. Etwas, das ihn dahin zurück lockt, wo er die magischste und aufregendste Nacht seines Lebens verbracht hat: Zum New Yorker Museum of Natural History. Dort macht er eine beunruhigende Entdeckung. Seine treuen Museumsfreunde von damals gelten plötzlich als altmodisch. Sie warten in Kisten verpackt darauf, auf Nimmerwiedersehen im unendlichen Archiv des Smithsonian in Washington zu verschwinden.
Ihr Schicksal ist ungewiss – bis zu dem Moment, als Larry einen Notruf des Miniatur-Cowboys Jedediah (Owen Wilson) erhält, der furchtbare Neuigkeiten hat. Versehentlich wurde auch ihr neues Zuhause zum Leben erweckt, inklusive des ägyptischen Herrschers Kahmunrah (Hank Azaria), der nach seinem 3.000-jährigen Schlaf besonders schlecht drauf ist. Gemeinsam mit drei der abscheulichsten Bösewichte der Geschichte – Iwan dem Schrecklichen (Christopher Guest), Kaiser Napoleon (Alain Chabat) und Al Capone (Jon Bernthal) – will er die Armeen der Unterwelt auf das Museum (und danach auf die ganze Welt) loslassen.
Eilig reist Larry nach Washington, ist aber von der Situation heillos überfordert. Gut, dass ihm ein paar grandiose neue Freunde zur Seite stehen – vom brillanten Albert Einstein über den ehrenwerten Präsidenten Abraham Lincoln bis zu der unwiderstehlichen Amelia Earhart (Amy Adams), die Larrys Abenteuerlust und Lebensfreude neu entfacht. Gemeinsam mit seinen alten Freunden Präsident Teddy Roosevelt (Robin Williams), Octavius (Steve Coogan), Sacajawea (Mizuo Peck), Attila dem Hunnen (Patrick Gallagher) und den Neandertalern gibt Larry alles, um die Bösen zu besiegen und die Ordnung im Museum wiederherzustellen.
Soviel zum groben inhaltlichen Überblick. Mir persönlich war es aber viel wichtiger, dass eigentlich alle wichtigen Figuren aus dem ersten Teil wieder in ihre Rolle schlüpfen durften. Ben Stiller, den man nicht nur aus „Scorcher“ und „Simple Jack“ kennen sollte, spielt erneut die Hauptfigur des Nachtwächters Larry Daley (alias Gigantos) und trifft im Museum auf seine alten Freunde Theodore Roosevelt (gespielt von Robin Williams), Jedediah Smith (gespielt von Owen Wilson), Octavius (gespielt von Steve Coogan), Attila the Hun (gespielt von Patrick Gallagher) und Sacagawea (gespielt Mizuo Peck). Zusätzlich sind das Kapuzineräffchen Dexter, das Tyrannosaurus Rex-Skelett und die Dum-Dum-Gum-Gum-Osterinselfigur wieder mit von der Partie.
Diese Auswahl wäre für eine Fortsetzung schon sicherlich aller Ehren wert, aber es kam noch viel besser, denn mit Amelia Earhart (gespielt von Amy Adams), Napoleon Bonaparte Alain Chabat, George Armstrong Custer (gespielt von Bill Hader), Ivan the Terrible Christopher Guest und Al Capone (gespielt von Jon Bernthal) bekommt der Zuschauer auch gleich noch eine große Ladung an neuen Figuren geboten.
Für Nachts im Museum 2 gilt das mit den Köchen und dem Brei definitiv nicht, denn die vielen unterschiedlichen Figuren passen doch wunderbar zusammen und in der Summe entsteht ein erstklassiger Film für die ganze Familie. Allein Owen Wilson, als begnadeter und vorlauter Cowboy, der trotz Miniaturgröße sich stets mit übermächtigen Gegnern anlegt, gibt für mich den Ausschlag den Film positiv zu bewerten. Ständige Sprüche aus dem losen Mundwerk sorgen dafür, dass man den Miniaturcowboy einfach gernhaben muss, eine Tatsache, die ja auch schon für den ersten Teil zutrifft.
Mit deutlich mehr Action und der ein oder anderen kleinen Parodie wird „Nachts im Museum 2“ nie langweilig und steckt die im Vorfeld so gelobte und mit Spannung erwartete Illuminati-Verfilmung locker in die Tasche. Mit Witz und Charme bringt der Film sogar ein Stückchen lobenswerte Moral am Ende rüber und avanciert damit zur aktuellen Kinoempfehlung des Monats. Wer mit dem ersten Teil schon etwas anfangen konnte, der wird nach dem Kinobesuch definitiv nicht enttäuscht sein. Nachts im Museum 2 ist eine gelungene Fortsetzung, die zwar nicht mit einem oscarreifen Drehbuch brilliert, aber auf der Unterhaltungsebene wunderbar funktionier. Zusätzlich kriegt man, da ja jede Menge historische Persönlichkeiten mitwirken, auch noch einen kleinen Einblick in die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Das vermittelnde Wissen ist zwar kaum der Rede wert, dennoch wollte ich es nicht unerwähnt lassen, dass man bei dieser Abendteuerkomödie bemüht war Fiktion mit Tatsachen geschickt zu verweben.
Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, lässt sich vielleicht mit den pseudo Cameo-Auftritten von Darth Vader und Rumpel aus der Tonne ködern. In diesem Sinne, viel Spaß mit einem erstklassigen Unterhaltungsfilm aus der Traumfabrik in Hollywood.
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