Shredder Blog
Im Trubel der Olympiafeier ging gestern
eine weitere Nachricht etwas unter. Jens Lehmann tritt aus der Deutschen Fußballnationalmannschaft zurück und beendet seine Länderspielkarriere. Mich hat diese Nachricht weit mehr bewegt als die
Reis-Show in China. Liegt bestimmt daran, dass die Olympiade, reduziert ausgedrückt, nur als Lückenfüller bis zum Bundesligastart fungiert und Jens Lehmann sich als Elfmeterkiller gegen
Argentinien bei der WM 2006 unsterblich gemacht hat...
Die WM 2006 war ein riesen Erlebnis und mit fantastischen Paraden hielt Jens Lehmann so lange im Turnier.
Die anschließende Torwartdiskussion im Vorfeld der Euro 2008 habe ich nie verstanden und mich folgerichtig auch nie an solchen Spekulationen beteiligt.
Spielpraxis hin oder her, man verliert nicht von heute auf morgen seine Weltklasse, solang man körperlich fit ist. Darum zählte Jens Lehmann bei mir auch in der Zeit nach der WM 2006 zu den besten Torwarten, die unser blauer Planet so zu bieten hat.
Nach einigen Schwächen in der EM-Vorrunde kehre Lehmann fast wieder zu alten Stärke zurück und ebnete den Weg ins EM-Finale mit.
Nun endet seine Nationalmannschaftskarriere nach etwas mehr als 60 Länderspielen und mir bleibt nur die Aussprechung eines ernstgemeinten Dankes für die Leistungen seinerseits im DFB-Trikot.
Ganz von der Bildfläche wird Jens Lehmann dennoch nicht verschwinden, schließlich hütet der in der Saison 2008/2009 das Erstliga-Tor des VfB Stuttgarts.
Spannend bleibt die Nachfolgerfrage die Joachim Löw unbeantwortet lies. Gesteigerte Hoffnungen können sich wohl Rene Adler, Robert Enke und Manuel Neuer machen, aber auch Timo Hildebrand, Roman Weidenfeller und Tim Wiese stehen sicherlich auf Löws Zettel...