Shredder Blog
Der 1.FC Kaiserslautern hat die Englische Woche akzeptabel mit 4 Punkten, durch ein Sieg über Osnabrück und ein Unentschieden gegen München beendet.
Negativer Beigeschmack des gewonnenen Punktes ist auf jeden Fall der Ausfall von Tobias Sippel für den Rest der Hinrunde.
Im Spiel gegen den VfL Osnabrück brach sich der Lautrer Stammtorwart bei einem Sturz auf den rechten Arm die Speiche und trägt seitdem einen Gips spazieren.
Der Ausfall des Stammtorwarts ist natürlich sehr bitter, denn Sippel zeigte in der Vergangenheit gute Leistungen und befand sich auf einem guten Weg. Durch die hervorragende Arbeit von Torwarttrainer Gerry „Tarzan“ Ehrmann sind aber auch die Vertreter Luis Robles und Kevin Trapp in herausragender Verfassung und der Ausfall sollte sich nicht sportlich negativ gestalten.
Da Verletzungen im Fußball-Profi-Geschäft leider an der Tagesordnung sind könnte ich einen eigenen Spartenblog mit nur Verletzungsmeldungen betreiben. Über die Verletzung von Tobias Sippel berichte ich aber daher explizit, weil die gegnerischen Mannschaft, der VfL Osnabrück, mit einer einzigartigen Fair-Play-Aktion seine Genesungswünsche übermittelt hat.
Im harten Profigeschäft sicherlich nicht an der Tagesordnung und keine Selbstverständlichkeit und darum muss ich hier mal die, auf fck.de erwähnte Aktion, aus Osnabrück loben:
Der Gegner aus Tobias Sippels Verletzungsspiel hat sich zur Aufmunterung des FCK-Schlussmannes etwas ganz Besonderes einfallen lassen - die Mannschaft des VfL Osnabrück schickte dem Bad Dürkheimer ein Trikot seines Gegenübers Stefan Wessels, das vom gesamten Team der Norddeutschen unterschrieben wurde. Auf der Vorderseite des Spieldress' wünschten die Ligakollegen Sippel eine gute Besserung und viel Glück für die Zukunft - eine großartige Geste der VfL-Spieler in Richtung des jungen Torwarts!
Ebenfalls mit im "Genesungspäckchen": Zwei Tafeln Original-VfL Osnabrück-Schokolade.
Ähnlich sportlich und menschlich verhielten sich gestern auch die Spieler des AC Florenz nach der Partie gegen Bayern München als sie für die Münchner einen lila Teppich ausrollten und Spalier standen so sämtliche Bayern-Spieler persönlich per Handschlag verabschiedet wurden.
Zusammenfassend finde ich die beiden Ideen sehr schön, denn auch wenn Kampf und Wut definitiv auf den Fußballplatz gehören, sollte man sich nach dem Schlusspfiff wieder menschlich und besonders fair zeigen.